Vier Sachen die das Universum von Deutschland lernen könnte

Klar, das Internet liebt solche Dinger. Diese Listen. Hier ist also meine. Ich habe nicht fünf Punkte ausgewählt. Nur vier. So bin ich halt. Ausserdem: Mir fielen nur vier ein. Ich habe versucht, nur Sachen auszusuchen die andere Blogger, Verleger und gar US-Amerikanische Nachrichtenagenturen nicht eingefallen sind. Und, sie sind alle Sachen die tatsächlich mein Leben in Deutschland verbessert haben. Hier sind Sachen die ich im normalen Unterhaltungen (sprich, in der Kneipe) als Verbesserungsvorschläge aus Good Old Germany vorgeschlagen habe.

Echt.

Klar, nicht jeder wird mir zustimmen. Ich werde, ehrlich gesagt, wahrscheinlich einige Freunde verlieren. Freunde die Deutschland verändern wollen, damit es mehr wie zu Hause ist.

„Freunde die dich verändern wollen sind keine Freunde,“ hatte meine Mutter immer gesagt.

Das stimmt eigentlich nicht. Meine Mutter hat nie sowas gesagt und wurde es auch nicht sagen. Sie hat meine Freunde immer sehr gemocht. Mehr als ich meine Freunde gemocht habe. Aber eine Mutter hat es bestimmt irgendwann gesagt.

Hier sind also die vier Vorschläge aus Deutschland an das Universum. Ich hoffe, die gefallen eure Mutter:

Hunde lieber nicht an der Leine

Foto danke Bernd Baltz via Creative Commons
Foto danke Bernd Baltz via Creative Commons

Hunde sind nicht mein Ding. Wenn ich eine Hund begegne, erkläre ich den Tier das wir nie Freunde sein werden. Es ist kein Problem. Es gibt ja genug Leute die Hunde mögen und genug andere Tiere die mich mögen. Die Welt ist ja groß. Und als jemand der keine Hunde mag, nervt es mich immer in den Staaten wenn zwei Leute sich beim Gassigehen treffen. Die Hunde werden bellen und fauchen. Und nochmal bellen und fauchen. Shut up already! Aber in Deutschland gibt es kein bellen und fauchen. Die Hunde laufen frei rum und durfen ungestört Pos schnuffeln. Die Leine macht aus Hunde das gleiche wie Lenkräder menschen: Bestien. Klar, nicht jedes Hund oder Hundebesitzer hat das Stoff, alleine ohne Leine spazieren zu gehen, aber als nicht-Hunde-Mensch sind meine Begegnungen mit Hunde und Halter angenehmer in Deutschland.

Überholen nur links

(ausser man ist im U.K. und – gegen das Gesetz Gottes – links fährt, dann umgekehrt)

Rechts fahren, links überholen.
Foto danke Micky Waue Auktionen und Konzerte

In Deutschland ist es verboten, rechts zu überholen. Man darf nur links überholen. Überholst du rechts? Das darfst du nicht. Es ist illegal. Fährst du aber langsam? Dann fahr doch bitte rechts damit die schnellere Autos dich leichter überholen können. So machen es (die meisten) deutsche. Und du sollst es auch. Dieses Verhalten auf der Autobahn überträgt sich auf normale Strassen und das Autofahren wird dadurch leichter. Aber in Amiland ist es anders. Das fahren auf Amerikanische Autobahnen fühlt sich an wie eine Herde Buffel in der Flucht. Wisente rennen rechts und links in jeder Geschwindigkeit und jeder Richtung. Um eine sichere Spurwechsel zu unternehmen bedarf es eine Genehmigung von jemand ganz weit oben. Wir sind aber keine Buffel. Wir sind Menschen. Und Menschen überholen nur links.

Gib mal die Hand

Foto danke Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Foto danke Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Gerade die Freunde bei Kaiser’s getroffen? Gib jeden die Hand. Tauchst du bei eine Sause erst auf? Alle Hände werden erstmal geschüttelt. So sagen deutsche, ‚Hallo, wir sind da.’ So merkt man die Anwesenheit von allen Beteiligten an. So wird auch jeder in der Runde vorgestellt. Es ist symbolisch und sagt so gut wie: ‚Wir sind alle wir.‘ Jeder füllt sich willkommen. Sogar die Ex die eigentlich gar nicht da sein sollte. Sowie ihr neuer Freund. Gib ihm die Hand und versuche dabei eine Inkanischer Toteszauber zu überreichen. Wenn es sogar um ganz gute Freunde geht, schütteln sich deutsche gar nicht die Hände – die umarmen sich. Mach es doch. Deutsche haben keine Angst. Du sollst auch nicht. Du bist ja unter Freunde.

Ladenschluss am Sonntag

Foto danke Sebastian Baryli via Creative Commons
Foto danke Sebastian Baryli via Creative Commons

Hast du dich jemals gefragt, wie es Will Smith ging in I Am Legend (oder Charlton Heston in The Omega Man)? Sonntags in Deutschland findest du eine Antwort. Fast jeder Laden hat zu. Fussgängerzonen sind leer. Malls ausgestorben. Ich weiss, für zugezogene und Ex-Pats ist das die Hölle. Es ist ja so schwerig Basilikum und Spüllmaschine Tabs vorrätig zu halten. Aber die meisten Ex-Pats können noch nichtmal heute Abend plannen. Aber Sonntags zu ist voll ruhig and chillig. Weil man sonst nichts machen kann. Der Druck ist weg. Klar, das ganze fing wegen diesem Gott Kerl an, aber heute bedeutet es was anderes: Kommerz ist nicht immer König. Der Kunde hat nicht immer recht. Und das Dollar – oder euro – ist nicht das Oberhaupt. Es geht um was anderes. Und es ist schön.

Ausserdem darf man sich wie ein Zombiejäger fühlen.